Hilfe

Wenn die Kinder und Jugendlichen eine intensivere Begleitung bei der Überwindung von Entwicklungskrisen benötigen, bieten im Auftrag der Jugendämter erzieherische Hilfen an. Dazu zählt die intensive, ambulante Einzelbetreuung, die Erziehungsbeistandschaft und die Integrationshilfe an Schulen.

Ansatz

Wir arbeiten überwiegend in einem naturnahen Umfeld. Durch einen projekt- und handlungsorientierten Ansatz (z.Bsp. Restaurierung eines Bauwagens, Anlegen und Bewirtschaften eines Obst- und Gemüsegartens, usw.) erlebt sich die Zielgruppe als selbstwirksam. Weitere Grundlagen unseres Handelns sind ein ganzheitliches Menschenbild und der hohe Stellenwert von Beziehungsarbeit.

Motivation

Warum wir uns mit Schulverweigerung beschäftigen.

Die Erfahrung, dass Heranwachsende in Entwicklungskrisen oft unterschiedliche Hilfen durchlaufen, lange Klinik- und Heimaufenthalten erleben oder über Monate isoliert zu Hause verbringen, ehe sie sich wieder im gewohnten Umfeld verorten können, hat uns veranlasst, alternative Hilfen zu suchen.

Von Beginn an wurde ein Schwerpunkt der Arbeit auf Kinder und Jugendliche gelegt, die Probleme mit dem Schulbesuch haben (sogenannter Schulabsentismus).

Was uns antreibt

Mobbingerfahrungen, schwierige familiäre Verhältnisse oder negative Schulerfahrungen, wie zum Beispiel Leistungsdruck, können bei Heranwachsenden dazu führen, dass sie den Schulbesuch verweigern oder sich innerlich zurückziehen. Das ist kein Einzelfall.

Zwischen 5 und 10 Prozent der Schüler*innen gehen unregelmäßig zur Schule.

Die Folgen von Schulabsentismus sind ein dreifach höheres Risiko für psychische Erkrankungen oder die Gefahr, die Schule abzubrechen.

Die Schulabbrecherquote in Mannheim liegt bei 7,9 Prozent

Aber auch störende Verhaltensweisen oder Schwierigkeiten in der sozialen Interaktion erschweren einen erfolgreichen Schulbesuch und führen zur sozialen Ausgrenzung (Thema Schulausschluss).

„Wir tragen mit dem ZWISCHENRAUM Mannheim dazu bei, dass Heranwachsende wieder Sinn in ihrem Tun erfahren und sich als selbstwirksam erleben. So tragen unter anderem die Unterstützung beim strukturierten Lernen und das (Wieder-)Entdecken der eigenen Ressourcen dazu bei, dass der weitere (Schul-) Weg aus eigener Kraft bestritten werden kann.“

Was uns auszeichnet

Jede/Jeder Heranwachsende ist individuell und muss in ihrer/seiner Ganzheitlichkeit betrachtet werden. Das bedeutet für uns, dass wir bei der Umsetzung der Hilfe immer den Einzelfall im Blick behalten.

Wir sehen den Bedarf, der Zielgruppe wieder Kon- takt zu Ihrer Umwelt zu ermöglichen. Dies bedeutet, natur- und lebensnahe Erfahrungen zu machen und diese darin zu stärken, die eigene (Um-) Welt als gestaltbar zu erleben (Thema Selbstwirksam- keitserfahrungen).

Wir sehen in jeder Person das Potential, das sie zur Entfaltung bringen kann. Dafür bedarf es eines fürsorglichen Rahmens und einer konstanten und wertschätzenden Beziehung zur pädagogischen Fachkraft.

UNSERE HILFEN IM AUFTRAG DER JUGENDÄMTER

Flexible intensivpädagogische Hilfe bei Schulabsentismus

§ 27 Abs. 2 in Ausgestaltung des § 35 SGB VIII

Kinder und Jugendliche ab 8 Jahren werden bei der Reintegration in das Schulsystem begleitet bzw. darin unterstützt, Kompetenzen zu entwickeln, die hilfreich sind, damit sie die Anforderungen des Schulalltags meistern. Mit einer i.d.R. hohen Betreuungsintensität startend, zieht sich die pädagogische Fachkraft stufenweise zurück. Wir legen Wert auf projektorientierte-handwerkliche Tätigkeiten und erlebnispädagogische Aktivitäten. Gepaart mit einem konsequenten ressourcen- und lösungsorientierten Ansatz und durch die Einbeziehung des sozialen Umfeldes werden förderliche Strukturen für den weiteren Lebensweg geschaffen.

Integrationshilfe/Eingliederungshilfe

Nach § 35a SGB VIII

Heranwachsende, die zur schulischen Teilhabe Unterstützung durch eine Bezugsperson benötigen, erhalten diese Hilfe in Form der Integrations-/Eingliederungshilfe.

Betreuungshilfe

Nach § 30 SGB VIII

Im Mittelpunkt der Betreungshilfe steht die Einzelbetreuung des jungen Menschen, um diesen bei Entwicklungsproblemen zu unterstützen. Dies schließt auch die Zusammenarbeit mit dem Herkunftssystem und weiteren Beteiligten mit ein. Als ambulante Hilfe wird hier meist aufsuchend vor Ort im Sozialraum gearbeitet. Ergränzend können auch gruppen- und erlebnispädagogische Angebote zum Einsatz kommen.

Team

Wir sind ein Team von engagierten Mitarbeiter*innen, welche mit Überzeugung unsere Arbeit nachgehen.

Gabriele Pohl

Pädagogische Leitung
Diplompädagogin, Psychotherapeutin (HPG), systemische Familienberaterin

Janina Lederle

Sozialarbeiterin / Sozialpädagogin

Christian Buchhop

Sozialpädagoge

David Vogt-Perez

 

Laura Burkhardt

 

Sarah Eisenhower

 

Tibor Preszly

 

 


 

Pädagoginnen und Pädagogen vom Zwischenraum
Von links nach rechts: David Vogt-Perez, Tibor Preszly, Sarah Eisenhower, Gabriele Pohl, Laura Burkhardt, Janina Lederle, Christian Buchhop